Hallöchen 🙂

Online-Marketing ist derzeit total im Trend! Überall scheint es um Sichtbarkeit, Social Media und SEO zu gehen. Erst letzte Woche schrieb ich beispielsweise auch darüber, warum selbst Dozenten und Coaches ein gewisses Maß an Online-Marketing nutzen sollten.

Aber hat Offline-Marketing in dieser internetaffinen Welt überhaupt noch eine Daseinsberechtigung?

Definitiv: ja!

Dabei fördern vor allem die Klassiker (dazu später mehr) immer noch die Entwicklung von Kunden zu Stammkunden – die dir ein regelmäßiges Einkommen bescheren.

Aber genug der Vorrede, steigen wir direkt in das Thema ein. 🙂

Was ist Offline Marketing?

Wenn du es besonders kurz und knackig magst: Jene deiner Marketingaktivitäten, die nichts mit der Online-Welt zu tun haben. *lach*
Einige Beispiele sind:

  • Fernsehwerbung,
  • Plakatwerbung,
  • Presseberichte,
  • Zeitungsannoncen und
  • Radiowerbung,
  • Visitenkarten,
  • Flyer,
  • Grußkarten,
  • Gutscheine.

Doch Achtung: Es kommt darauf an, die richtige Methode zu wählen – sonst verpulverst du dein Geld völlig umsonst!

Tipp #1 für erfolgreiches Offline-Marketing: Kenne deine Zielgruppe!

Kannst du diesen Satz nicht mehr lesen, weil er dir ständig im Netz um die Ohren gewedelt wird? Dann scroll jetzt weiter oder überlege noch mal, ob du deine Zielgruppe wirklich genau kennst. Warum das vor allem beim Offline-Marketing so wichtig ist?

Stell dir vor du lässt 20.000 Flyer drucken und verteilst sie in deiner Stadt, um auf dein Angebot aufmerksam zu machen. Grundsätzlich eine tolle Idee, aber nun überlege mal, wann dir das letzte Mal ein unerwünschter Flyer in die Hände fiel oder einfach aufgeschwatzt wurde und was du damit machtest: Ziemlich wahrscheinlich landete das gute Stück im Müll.

Doof oder?

Also überlege lieber, wer deine Zielgruppe ist und wie du sie gezielt erreichst.

  • Mütter: z. B. Krippen, Kindergärten, Schulen, Kinderbekleidungsgeschäfte
  • Studenten: z. B. Campus, Mensa, Szenebars
  • Tierbesitzer: z. B. Tierbedarfsläden, Cafés für Hundebesitzer usw.
  • Auszubildende: z. B. (Berufs-)Schulen, Firmen, Vereine, Szenekneipen, Fitnessstudios
  • Weiterbildung: z. B. Unternehmen, Angebot der Volkshochschule oder anderer Bildungsträger, andere Teilnehmer, Zeitung, Sportvereine, Fitnessstudios
  • Senioren: z. B. Zeitung, Vereinsheime oder Schrebergärten, über junge Menschen (Kinder und Enkel), Sportvereine

Das sind natürlich nur Ansatzpunkte und es erfordert auch deutlich mehr Mühe, Kontakt zu Firmen aufzunehmen oder zu erforschen, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Aber an den entsprechenden Orten 20.000 Flyer zu verteilen oder hinterlegen zu lassen ist einfach deutlich effizienter, als durch große Streuverluste Geld zu verlieren.

Streuverlust = Wenn du mit deiner Werbung Personen erreichst, die nicht zu deiner Zielgruppe gehören und auch kein Interesse am Thema haben. Dadurch entstehen überflüssige Kosten.

Tipp #2 für erfolgreiches Offline-Marketing: Mach nicht einfach nur Werbung – sprich deine Kunden wirklich an

Liebst du es Weihnachtspost oder einen Geburtstagsgruß zu bekommen? Deine Kunden sicher auch. Weihnachten und Neujahr sind ideale Gründe um sich mal wieder in Erinnerung zu bringen:

Mit Grußkarten kannst du schnell und verhältnismäßig günstig zeigen, dass du an deinen Kunden gedacht hast. Doch verzichte bitte auf die Bestellung von fertigen Grußkarten mit einem 0815 Text, den du (wenn überhaupt) nur noch unterschreiben musst.

Suche dir stattdessen ein passendes Motiv für deine Branche aus und schreibe einen persönlichen Gruß dazu – inklusive persönlicher Anrede. Ich erhalte selbst oft „Werbe-Weihnachtspost“ in der ich beispielsweise als Solopreneur mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ angesprochen werde. Viel lieber lese ich eine Karte, in der ich wirklich angesprochen werde und vielleicht sogar noch etwas persönliches steht.

Beim Inhalt sind die Klassiker (je nach Jahreszeit und Anlass)

  • ein individueller Gruß,
  • ein kurzes (und passendes!) Gedicht,
  • ein Bibelvers
  • oder um sicher zu gehen, dass es nicht zu religiösen Missverständnissen kommt: ein Jahresendgruß.

Falls du Briefe mit dem Computer schreiben möchtest, weil du vielleicht Angst hast, das man deine Handschrift nicht lesen kann, nutze Serienbriefe, um die Anrede automatisiert zu individualisieren! Du kannst vor dem Druck das eigentliche Anschreiben noch erweitern, sodass schlussendlich doch noch jeder Brief eine persönliche Note von dir erhält.

Wenn du Briefe total überflüssig findest, nimm dein Telefon zur Hand und rufe zu wichtigen Ereignissen an. Ein persönliches Gespräch ist viel besser um sich von der Masse abzuheben und hat mir auch schon so manchen neuen Auftrag beschert. Beim Wählen der Nummer sollte es dir allerdings weniger um Geld gehen, sondern einfach einen kurzen Smalltalk zu halten und zu schauen, wie es sich entwickelt. Wenn ich merke, dass mein Gesprächspartner gerade unter Zeitdruck steht oder keinen Kopf für mich hat, beende ich das Gespräch auch schnell wieder. Deutlich häufiger freuen sich die Angerufenden aber und sagen, dass sie mich schon länger anrufen wollten, aber keine Zeit hatten – schwupp ist der Grundstein für eine neue Zusammenarbeit gelegt.

Tipp #3 für erfolgreiches Offline-Marketing: Bleib im Gedächtnis

Ein weiterer Boom sind derzeit Unternehmertreffen – egal ob zum Frühstück, Mittag oder Abend … Netzwerken ist definitiv wieder in aller Munde. Doch es ist total ungünstig, wenn man in Kontakt bleiben möchte und nichts dabei hat, auf dem die eigenen Daten stehen.

Zugegeben, ich habe das auch lange vernachlässigt. Doch bei einem geschäftlichen Termin vor ein paar Tagen traf ich eine tolle Unternehmerin, mit der ich unbedingt in Kontakt bleiben wollte. Sie bat mich auch im Verlauf des Gesprächs um eine Visitenkarte, damit Sie mir weitere Informationen zu senden könne. Mega peinlich, denn ich hatte keine. Nicht nur nicht dabei, sondern ich hatte einfach gar keine. Sie schrieb meine E-Mail-Adresse dann in ihren Terminplaner – aber angenehm war das nicht.

Daraufhin habe ich mich nach Online-Druckereien umgesehen, bei denen man Visitenkarten individuell gestalten kann. Letztendlich entschied ich mich für viaprinto.de, und bestellte dort

  • herkömmliche Visitenkarten auf denen einfach mein Logo samt Motto und meine Kontaktdaten stehen sowie
  • Klapp-Visitenkarten, auf denen auch mein Angebot abgebildet ist.

Die normalen Visitenkarten möchte ich einfach für den Fall dabei haben, dass eben noch mal jemand nach meiner Telefonnummer, Webseite oder E-Mail-Adresse fragt, die Klappkarten hebe ich für neue Kontakte auf, die mehr Informationen über mich benötigen.

Tipp #4 für erfolgreiches Offline-Marketing: Sei kreativ

Sollten dir die klassischen Werbeträger zu fad sein, nimm deine Kreativität und deinen Mut zusammen und kreiere etwas völlig neues: Es muss nicht der Drölfmillionste Tischkalender oder Kugelschreiber sein. Wie wäre es mit etwas Handgemachtem (wenn es thematisch passt). Ich habe beispielsweise eine Freundin, die wunderbare Sushi-Rollen häkelt, die man zu einem Fisch entfalten kann. Anschließend kann das Ganze wieder zur Sushi-Rolle zusammengefaltet werden. Super kreativ und ein echter Hingucker als Werbegeschenk für Sushi-Restaurants – das definitiv deutlich seltener in der Mülltonne landet als der Standard-Kuli.

Tipp #5 für erfolgreiches Offline-Marketing: Kombiniere Online- und Offline-Marketing

Auch wenn ich die beiden Themen separat behandelt habe, sollten dein Offline- und Online-Marketing eine Einheit bilden. Entwickle ein einzigartiges Corporate Design, dass sich auf deinen Unterlagen, Visitenkaten, Flyern, Präsentationsmappen und natürlich auch deinem Online-Auftritt widerspiegelt.

Corporate Design = Du gestaltest alle deine Kommunikationsmittel einheitlich, in dem dieselben Farben, Schriftarten, Logos, Slogans, Bilder etc. genutzt werden. Dadurch drückst du einerseits aus, wer du bist, aber es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du in Erinnerung bleibst.

Falls du meine Seite schon länger verfolgst wirst du gemerkt haben, dass ich immer mal wieder mit den Farben herumexperimentiere, weil ich meine Corporate Identity noch nicht ganz gefunden habe. Dennoch achte ich darauf, dass sich mein derzeitiges Design auch beim Offline-Marketing wiederfindet.

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Geschafft! Das waren die fünf wichtigsten Punkte, die mir zum Offline-Marketing einfielen. Hast du noch weitere Tipps? Worauf baust du bei deinem Marketing? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Liebe Grüße,

Katja

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