5 Gestaltungstipps für deine Flyer

Flyer gehören zu den beliebtesten Give Aways auf Messen – doch sind wir ehrlich: die meisten davon fliegen keinen Blickes gewürdigt in die nächste Tonne. Schade um die Bäume, die hierfür sterben mussten und dein Geld, dass du auch besser investieren hättest können.

Doch es gibt einen prozentualen Bruchteil von Flyern, die es doch in die Tasche ihrer neuen Besitzer schaffen. Damit auch du das mit deinen künftigen Werbemitteln schaffst, möchte ich dir in diesem Artikel verraten, worauf du beim Layout deiner Flyer achten solltest und was einfach gar nicht geht.

Warum solltest du überhaupt auf Flyer als Werbemittel setzen?

Flyer sind ein wenig wie Newsletter-Mails. Viele denken sie nerven, aber irgendwie sind sie doch praktisch und bringen richtig eingesetzt auch neue Kunden. Ihr großer Vorteil sind die günstigen Druckkosten, die im Centbereich liegen. So kannst du auch mit einem kleinen Budget deine Tätigkeiten bewerben oder dich in Erinnerung bringen, um deinen Umsatz nachhaltig zu steigern. Zu den größten Vorteilen von Flyern zählen:

  • Flyer können deutlich mehr, als auf Messeständen zu warten. Hinterlege sie in Geschäften oder vereinbare Kooperationen mit regionalen (Fach-)Zeitungen, über die sie potentielle Kunden erobern.
  • Flyer sind handlich und leicht verstaubar. Zusammengefaltet nehmen sie im Kalender wenig Platz weg und selbst wenn der Strom oder das Internet mal ausfallen: deine Empfänger können auf deine Informationen und Kontaktdaten zugreifen.
  • Flyer sind nicht nur günstig, sondern auch schnell konzipiert, erstellt und gedruckt. So hast du binnen wenigen Tagen oder Wochen einen Werbeträger, der nach jedem Drucklauf einfach angepasst werden kann.
  • Die Conversion von Flyern ist sehr gut messbar und somit ideal für die Auswertung deines Marketings. Nutze beispielsweise eine spezielle Email-Adresse in den Kontaktdaten, Antwortkarten oder Gutscheincodes, die du ganz leicht auswerten kannst.

Doch damit sie ihre Wirkung entfalten können, solltest du einen Bogen um folgende Fehler bei der Erstellung von Flyern machen:

No-gos bei Flyern:

  • lahme Überschriften
  • gar keine oder kaum Bilder
  • lange Texte
  • zu viel Wissen über dich, statt Nutzen für den Empfänger
  • kein Handlungsaufruf
  • zu bunt/ chaotisch

Setze stattdessen die folgenden Tipps um und beherzige immer:

Weniger ist mehr. Auch bei Flyern.

Gestaltungstipps für deine Flyer #1: Nutze Tools, mit denen du umgehen kannst

[alert style=“warning“]Eigentlich würde ich jedem ans Herz legen, einen professionellen Grafiker mit der Erstellung eines Flyers zu beauftragen. Profis haben oft nicht nur ein besseres Auge für Formen und Farben, sondern erledigen diese Aufgaben meistens auch deutlich schneller als Laien.[/alert]

Doch ich weiß natürlich auch, dass gerade zu Beginn der Selbstständigkeit das Budget klein ist. Daher wundert es mich wenig, dass ich oft gefragt werde „Mit welchem Programm erstellst du Flyer?“. Meine Antwort in diesem Fall lautet immer gleich:

Mit welchen Programmen arbeitest du denn sonst?

Auch wenn Grafiker mich wahrscheinlich gerade verfluchen: Zur Not kannst du Flyer selbst mit Word erstellen, denn es kommt weniger auf die Software an, als darauf, was du damit machst. Es bringt in meinen Augen wenig, wenn du dir ein mega teures Programm zulegst, mit dem du dich gar nicht auskennst und dementsprechend die Möglichkeiten gar nicht ausschöpfen kannst.

[alert style=“success“]Mein Favorit: Ich möchte die Frage nach einem Programm zum Erstellen von Flyern natürlich nicht offenlassen. Hierfür setze ich auf die Online-Anwendung Canva.com, mit Hilfe derer sich Werbemittel aller Art im Handumdrehen erstellen lassen. Von Facebook-Vorschaubildern, über Memes und Flyer bis hin zu Präsentationen ist dort alles möglich. Von Haus aus ist Canva kostenlos, doch es gibt kostenpflichtige Bilder von Fotographen und zusätzliche Features, die Geld kosten – die benötigst du aber zum Erstellen eines Flyers definitiv nicht.[/alert]

Eine kleine Einführung findest du in diesem Video von Katrin Hill:

Gestaltungstipps für deine Flyer #2: Nutze die Magie deines Corporate Designs

Wie ich dir bereits in meinem Ratgeber zum Thema „Was ist eigentlich … ein Corporate Design?“ erklärte, handelt es sich dabei um die Sammlung einer Gestaltungselemente, wie beispielsweise Logo, Schriften, Farben und andere stilistische Sollvorgaben, die in einem Corporate Manual festgehalten werden.

Der größte Vorteil einer einheitlichen Gestaltung deiner Produkte, Kommunikations- und natürlich auch Werbemittel ist der hohe Wiedererkennungswert. Indem du dir im Vorfeld überlegst, in welchen Farben beispielsweise deine Webseite, E-Books, Visitenkarten, Kopfbögen oder Flyer gestaltet sind, entwickelst du ein Branding. Sobald Menschen, die schon mal etwas von dir gesehen haben, diese Kombination aus Schriften, Formen und Farben wiedersehen, werden sie sich an dich erinnern – sofern du und dein Corporate Design einprägsam wart.

[alert style=“success“]Meine Hauptfarben sind beispielsweise ein dunkles Blau und ein strahlendes Türkis – eben diese Farben finden sich auch auf meinen Flyern wieder. Frage dich nun also, welche Farben, Formen, Schriften oder Symbole dich repräsentieren sollen und lasse diese in deine Werbemittel einfließen.[/alert]

Gestaltungstipps für deine Flyer #3: Lass Bilder sprechen

Kennst du das folgende Zitat von Antoine de Saint-Exupery?

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Das gilt auch für deine Arbeit bzw. dein Business. Wenn du möchtest, dass du Aufmerksamkeit erhältst, dann zeige wie sich Menschen mit deinen Leistungen fühlen:

  • Als Ausbilder zeige dich beispielsweise im Kreise deiner glücklichen Auszubildenden, um dein Ausbildung Marketing voranzutreiben oder
  • Bilder von deinem zufriedenen Team in der Firma, für die du Mitarbeiter suchst. Zeige also, wie schön es ist, in deinem Unternehmen zu arbeiten.
  • Als Dozent lasse die Fotos zufriedener Teilnehmer sprechen, die dir gespannt lauschen. Oder zeige dich, während du mit viel Leidenschaft präsentierst oder eine Diskussion deiner Teilnehmer moderierst.

Kurz: Vermittle potentiellen Kunden, wie es wäre mit dir zusammenzuarbeiten oder in den Genuss deiner Leistungen zukommen.

Eine Alternative hierzu ist es, mit negativen Gefühlen zu spielen. Zeigen unzufriedene Auszubildende, schlafende Teilnehmer oder eben dröge Dozenten. Wichtige in diesen Fall ist die Kombination mit einem knackigen aussagekräftigen Titel, um Missverständnisse zu vermeiden.

Verzichte hingegen auf lange Texte und umfassende Erklärungen. Diese Texte werden meist ohnehin nicht gelesen. Setze lieber auf große Bilder – für die es übrigens nicht DIE eine Größe gibt. Überlade den Flyer auf keinen Fall, sondern setze Fotos, Icons, Schrift und andere Formen mit Bedacht ein.

[alert style=“warning“]Die Größe des Flyers hängt übrigens davon ab, was du damit vorhast. Wenn du ihn aufhängen möchtest, sollte er groß (z. B. A4) und auf den ersten Blick ansprechend sein. Give Aways können auch deutlich kleiner sein (z. B. A6) damit sie gut in Kalender/ Notizbücher/ Taschen passen.[/alert]

Gestaltungstipps für deine Flyer #4: Mache klar worum es geht

Ein wenig geht dieser Hinweis mit Tipp #3 einher. Bedenke, dass du im Normalfall nur wenige Sekunden hast, um die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu erhaschen. Daher sollte sich der Empfänger auf den ersten Blick von deinem Flyer angesprochen fühlen und ohne lange darüber nachzudenken verstehen, wie er von dir profitieren kann.

Den Leser interessiert zu Beginn nicht wer du bist, was du erlebt hast und meistens nicht mal was es kostet. Wichtiger ist:

Was ist sein Nutzen?

Erst danach wollen Menschen normalerweise weitere Details – und die kannst du Ihnen auf einer Landingpage, deren Link auf dem Flyer steht, nachreichen.

[alert style=“danger“]Achte bei der URL allerdings darauf, dass dein Empfänger beim Abtippen keine wunden Finger bekommt. ;)[/alert]

Gestaltungstipps für deine Flyer #5: Spare nicht beim Druck

Ab und an werden mir selbstgedruckte Flyer überreicht. DIY in allen Ehren – aber als Selbstständiger sollten deine Werbemittel etwas hermachen. Noch bevor sich jemand von dir und deinen Leistungen überzeugen kann, hat er diesen einen Flyer in der Hand. Soll ein (im schlimmsten Fall) verpixelter, unprofessioneller Flyer auf dünnen Papier wirklich das Aushängeschild deines Unternehmens sein?

Inzwischen gibt es viele gute Druckereien im Internet, bei denen du günstig Werbemittel bestellen kannst. In meinem Artikel über erfolgreiches Offline-Marketing erzählte ich bereits, dass meine Visitenkarten von der Online-Druckerei viaprinto stammen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch einen Druckservice für Flyer an. Ich habe mich vor einigen Monaten für die Firma aus Münster entschieden, da ich die Vorlagen der Druckdateien sehr praktisch fand. Meine größte Sorge war bis dato immer, dass die Flyer gedruckt nicht so aussehen wie am PC. Dank der Vorlagen in verschiedenen Dateiformaten und genauen Angaben, welche Maße einzuhalten sind, ist die Erstellung von Flyern deutlich einfacher als bei anderen Anbietern.

[alert style=“warning“]Apropos Dateiformat: Viele Druckereien setzen auf PDF-Dateien, im Normalfall kannst du aber auch Dateien aus Illustrator, Photoshop, Word oder PowerPoint einsenden. Informiere dich vorab auf der Webseite des jeweiligen Unternehmens.[/alert]

Zu den wichtigsten Kostenfaktoren beim Druck gehören:

  • farbig oder schwarz-weiß?
  • die Art und das Gewicht des Papiers
  • eine eventuelle Veredelung und
  • die Menge der Flyer

Für was du dich hierbei entscheidest hängt davon ab, wofür die Flyer sind bzw. was dein Ziel ist. Als Give Away auf Messen oder Werbemittel für Firmen solltest du lieber auf hochwertige Flyer setzen. Stell dir wieder vor, dass dieses Stück Papier der Türöffner zu einem neuen Kontakt und möglicherweise Auftrag ist. Wofür soll der Flyer also stehen?

[alert style=“danger“]Ein Beispiel: Dünnes Papier ist günstiger, bekommt aber auch schneller Eselsohren und Risse. Wenn der Flyer wirklich mitgenommen und nicht ordentlich aufbewahrt wird, sieht er bald abgenutzt aus. Ähnliches gilt beim Versenden von Flyern per Brief an Unternehmen, bei denen die Post durch mehrere Hände geht. Ehe ein Entscheidungsträger deinen Flyer in der Hand hält, ist er … nicht mehr schön. Setze daher lieber auf dickeres Papier.[/alert]

Tipps zum Verteilen von Flyern

Abschließend gebe ich dir noch ein paar Tipps mit auf den Weg, falls du deine Flyer verteilen (lassen) möchtest. Dies macht in manchen Fällen Sinn (wenn du beispielsweise Streuwerbung für ein Event verteilen möchtest, für das du Aufmerksamkeit erregen möchtest) – überlege aber vorher, ob du auf diesem Weg wirklich deine Zielgruppe erreichst oder nur unnötig Geld ausgibst.

  • Flyer dürfen grundsätzlich in Briefkästen eingeworfen werden, sofern daran keine Aufkleber oder Schilder sind, die Werbung untersagen.
  • Vermeiden solltest du dagegen, deine Flyer an Autos oder Fahrrädern zu befestigen. Diese Variante ist zwar beliebt, aber du kannst du auch für Schäden (z. b. ein defekter Scheibenwischer) verantwortlich gemacht werden – selbst, wenn du vielleicht gar nichts dafürkannst.
  • Wenn du deine Flyer in der Öffentlichkeit verteilen möchtest, solltest du vorher beim Ordnungsamt oder dem Besitzer des Geländes fragen, ob das erlaubt ist. Oftmals ist hierfür eine kostenpflichtige Genehmigung erforderlich. Außerdem solltest du damit rechnen, achtlos weggeworfene Flyer wieder aufsammeln zu müssen.
[alert style=“info“]

Zusammenfassung der behandelten Fragen zum Thema „Flyer erstellen“ in diesem Artikel:

Was bewirken Flyer?

Warum Flyer als Werbemittel?

Wo kann man Flyer erstellen?

Welches Programm für Flyer erstellen?

Welche Software um Flyer zu erstellen?

Welche Bildgröße für Flyer?

Welche Größe für Flyer?

Welche Farbe für Flyer?

Welche Schrift für Flyer?

Welche Fehler bei der Erstellung von Flyern vermeiden?

Welches Dateiformat für Flyer?

Welches Papier für Flyer verwenden?

Wo am besten Flyer bestellen?

Wo kann man Flyer drucken lassen?

Wo darf man Flyer auslegen?

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