Home Office

Home Office einrichten – 5 Tipps für dein heimisches Büro

Katja Schönefeld, Dozentin, Ausbilderin und Chaotin

Jun 19, 2017

Hallöli,

in den letzten Monaten habe ich mein Home Office gefühlt 356489 Mal umgestellt. Irgendetwas passte einfach immer nicht:

  • das Licht schien auf den Monitor,
  • wenn ich den Schreibtisch drehte, blendete mich die Sonne vormittags,
  • ich saß im Durchzug,
  • ich saß zu nah oder zu weit weg von der Heizung oder
  • mein Mann Heiko (der inzwischen auch im Home Office arbeitet) hatte nicht genug Platz …

Kurz: Irgendwas war immer.

Daher habe ich mir letzte Woche einen ganzen Tag genommen, an dem ich mein Traum-Büro vorplante, den Raum ausräumte, alles gründlich saubermachte und dann wieder einräumte.

Worauf ich dabei besonders achtete, möchte ich dir in diesem Artikel verraten.

Home Office einrichten Tipp #1: Gut geplant ist halb gestellt

Im Vorfeld setzte ich mich ganz klassisch mit Papier und Stift hin und zeichnete mein Büro samt Fenster, Türen und Möbel, die später hineinsollten auf. Dabei achtete ich auf Aspekte wie:

Aspekt Grund
Lichteinfall Ich wollte, dass weder ich noch mein Monitor durch das Sonnenlicht beeinflusst werden, daher steht mein Schreibtisch nun seitlich zum Licht.
Tür Durchzug ist Gift für den Nacken. Da ich andererseits aber auch eine Frischluft-Fanatikerin bin, wollte ich auf ein offenes Fenster nicht verzichten. Daher steht mein Schreibtisch nun nicht mehr in der Windschneise von Fenster und Tür. Da der Raum dennoch mit Frischluft versorgt wird, bin ich automatisch auch weniger müde.

PS: Auch aus Fengshui-Sicht ist das ganz gut, da so der Energiefluss des Raums angeblich besser ist. Ich werde darüber berichten, ob ich nun besser arbeiten kann. 😉

Heizung Im Sommer ist mir die Heizung zu kalt, im Winter oft zu heiß. Daher sitze ich nun weiter weg von ihr. (Ja ja… mir kann man es nicht recht machen! 😉 )
Steckdosen Sonst habe ich nicht auf die Verteilung der Steckdosen im Raum geachtet, wodurch ständig irgendwo Kabelgewirr war. Diesmal war mir wichtig, dass ich die Kabel geschickt verdecken kann und die Kabelwege kurz sind.
Beleuchtung Ich liebe indirektes Licht. Daher wird mein heißgeliebter iMac nun von hinten angestrahlt. Im Raum selbst habe ich LED-Kerzen verteilt, die aber nur schwach leuchten.
Platz Dazu gleich noch mehr.
Größe der Möbel Leider verschätze ich mich bei der Größe von Möbeln allzu häufig. Daher habe ich diesmal versucht, das Zimmer halbwegs maßstabsgetreu aufzuzeichnen.
Farbgebung Seit einigen Jahren liebe ich Weiß als Möbelfarbe. Dummerweise habe ich noch einige holz-farbene Gegenstände, die ich bisher nicht ersetzen konnte. Das ist aber mein großes Ziel für die nächsten Monate.

Ich beschäftigte mich sogar mit Fengshui, auch wenn ich daran weniger glaube – aber diesmal sollte einfach alles passen – denn die ständige Rumräumerei geht nicht nur zu Lasten meiner Zeit, sondern auch Möbel und Muskulatur.

Ein wenig muss ich bei meinen Umräumaktionen immer an Mario Barth denken. Kennst du die Darstellung seiner Freundin, wie sie kaum eine Einkaufstasche tragen kann – aber eine Couch alleine umstellen oder Paletten verschieben (um eine Handtasche zu erreichen) geht? So bin ich auch. Na gut, nicht ganz – ich steh nicht so auf Handtaschen. lach

Meine Empfehlung für dich: Investiere ein paar Minuten und skizziere dir ebenfalls deinen Raum auf. So sparst du dir wertvolle Zeit bei den Stellversuchen.

Home Office einrichten Tipp #2: Schreibtisch am Fenster oder nicht?

Viele Ratgeber empfehlen, den Schreibtisch in Fensternähe zu positionieren, damit man den Blick schweifen lassen kann. Den Arbeitsplatz an die Wand zu verlegen ist hingegen oftmals verpönt, da der Kreativität so der Raum genommen wird.

Das mag sicher so sein. Aber als sehr visuell veranlagter Mensch, wird der Fensterplatz mit Ausblick schnell zur Ablenkungsfalle. Denn: der visuelle Lerntyp merkt sich besonders gut Dinge, die er sieht. Das ist praktisch, wenn man lernt, liest oder Videos schaut. Aber auch bei der Arbeit ist das Gehirn so immer auf der Suche nach Informationen, wodurch die Effizienz leidet.

Frage dich daher, was deine Leistungsfähigkeit mehr fördert: Der Blick auf die Wand, wodurch du weniger abgelenkt bist oder die Weite und Natur, die zum Träumen einlädt?

Übrigens: Wenn du wie ich, zwei Schreibtische stellen möchtest, müssen sich diese nicht klassisch gegenüberstehen.

  • Du kannst sie auch nebeneinander anordnen, so dass du neben deinem Partner sitzt.
  • Praktisch ist auch die L-Form, da ihr so eine gemeinsame Fläche zum Brainstormen habt.
  • Wenn ihr mehr Freiraum benötigt, könnt ihr die Schreibtische auch an verschiedenen Enden des Raums postieren.

Home Office einrichten Tipp #3: Stehen statt sitzen?

Appropos Schreibtisch: Wusstest du, dass Sitzen gar nicht so gesund ist? Inzwischen gibt es sogar Studien, die belegen sollen, dass verschiedene Krankheiten durch übermäßiges Sitzen verursacht werden. Grund hierfür ist, dass das menschliche Skelett eigentlich nicht zum Sitzen geeignet ist.

Stehen ist stattdessen gesünder – aber für Viele doch sehr ungewohnt. Vor allem wenn du (wie ich) keine Elfe bist, solltest du genug Zeit für den Wandel einplanen. Deine Muskulatur muss sich erst daran gewöhnen und Gelenke wie Knie und Knöchel werden durch langes Stehen übermäßig belastet. Daher kann auch die Rücksprache mit deinem Arzt sinnvoll sein.

Home Office einrichten Tipp #4: Produktivität und Gemütlichkeit sind kein Widerspruch

Sind deine Wände noch kahl oder viel zu voll? Bei mir hingen lange noch Poster mit auffälligen Prints, die aber eigentlich nicht ins Zimmer passten. Daher nahm ich diese schweren Herzens ab und machte mich auf die Suche nach einer sinnvollen Alternative. Dabei stieß ich auf die Möglichkeit, Kalender bei CEWE-print.de zu bestellen. Ich kannte das Unternehmen lange nur durch Fotobücher, aber in den letzten Jahren wurde das Sortiment um Produkte wie Visitenkarten, Flyer und Kalender erweitert. Letztere können mithilfe von Photoshop oder Indesign bearbeitet werden. Da es die Jahreskalender leider nur in großen Stückzahlen gibt (was sich für mich einfach nicht lohnt), erstellte ich mir einen Wandkalender im Hochformat mit inspirierenden Bildern und Sprüchen. Vor allem Pinterest ist für solche Vorhaben eine wahre Fundgrube. Dank dem Hochformat habe ich links und rechts neben dem Kalendarium noch Platz für Notizen.

Darüber hinaus besorgte ich mir noch Bilderrahmen und druckte mir zusätzliche Bilder und Sprüche aus, die ich im Zimmer verteilte. Wie das Ganze geht, siehst du in diesem Video:

Home Office einrichten Tipp #5: Such dich nicht ab, lerne organisieren und finde

Kennst du den Spruch „Haben ist besser als brauchen!“? Leider war dieser lange Zeit mein Credo, wodurch unsere Räume und Schränke sehr voll sind. Ende letzten Jahres haben wir nun begonnen, die Wohnung immer mehr auszumisten. Dazu gehört auch unser Home Office, dass zwischenzeitlich überzuquellen drohte mit

  • Büchern,
  • Unterlagen,
  • Zetteln,
  • Blöcken,
  • Stiften und

was sich eben sonst noch so mit der Zeit ansammelt.

Für die Unterlagen hat mein Mann ein Hängeregister besorgt, in dem wichtige Vorgänge (die nicht eingescannt und entsorgt werden können) aufbewahrt werden. Stifte, Zettel und Blöcke wurden gradenlos aussortiert.

Wovon ich mich allerdings nicht trennen kann sind meine Bücher. Diese haben aber in einem schönen Bücherregal Platz gefunden, wo sie allerdings doppelreihig stehen müssen, weil das eigentlich zu klein ist. Lach

Um nicht ständig Stifte, Papier oder was auch immer suchen zu müssen, habe ich mir vor einigen Jahren angewöhnt, kleine Inseln in der Wohnung zu haben.

Ein paar Beispiele:

  • Am Telefon liegt z. B. immer ein Block, samt Stift, damit ich beim Telefonieren nicht suchen muss.
  • An meinem Schreibtisch gibt es eine Ecke für den iMac mit Tastatur und Maus, die andere Seite ist zum Schreiben und Malen.
  • Mein Mann hat auf seinem Schreibtisch auch alle benötigten Gegenstände, damit Schere, Klebeband und Co. Nicht herumgetragen werden müssen.
  • Selbst neben meinem Bett liegt ein Block und Stift, damit ich Dinge, die mir abends noch einfallen direkt aufschreiben kann, ohne erst zu suchen.
  • (Geschäfts-)Vorgänge sind in der Sammelmappe oder meiner Cloud, deren Ordner durchstrukturiert sind.

Zugegeben, dadurch haben wir Dinge doppelt kaufen müssen. Aber nicht ständig irgendwas zu suchen, war es wert. 🙂


Hast du noch Tipps zum Thema Home Office einrichten? Her damit! 🙂

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