Warum Online-Marketing für Dozenten wichtig ist

Vor einigen Wochen diskutierte ich mit einer Kollegin über den Sinn und Unsinn einer Webseite für Dozenten und Coaches. Ihrer Meinung nach reiche Mund-zu-Mund-Propaganda völlig aus – alles andere sei unnötiger Luxus. Als Internetfreak staunte ich über diese Ansicht nicht schlecht – schließlich predige ich in vielen Kursen gebetsmühlenartig, wie wichtig eine Internetpräsenz ist – unabhängig davon, ob man einen Schreibservice hat, Tagesmutter ist oder eben in der Erwachsenenbildung tätig.

Seit diesem Gespräch lässt mich der Gedanke nicht mehr los, dass vielleicht auch andere so denken – und dadurch höchstwahrscheinlich jede Menge Potenzial verschenken. Daher möchte ich dir im Folgenden meine wichtigsten Gründe nennen, warum Online-Marketing für Dozenten und Coaches mindestens genauso wichtig ist, wie für große Firmen.

Grund #1 pro Online-Marketing für Dozenten: Werde sichtbar

Mund-zu-Mund-Propaganda ist mächtig – ohne Frage. Aber das Internet bietet dir deutlich mehr Möglichkeit. Du bist nicht mehr abhängig von der Gunst anderer, die dich weiter empfehlen und du so mit etwas Glück neue Kontakte knüpfst. Im Gegenteil: Du kannst eine viel größere Zielgruppe erreichen und dabei potenzielle Auftraggeber und Kunden finden. Wenn du bedenkst, dass die Zahl der Haushalte in Deutschland mit einem Internetanschluss inzwischen bei 90 %1 liegt, ist es doch unsinnig auf den Zufall zu warten, dass man einfach so weiter empfohlen wird, oder?

Vor allem die Zielgruppe 16 bis 49 Jahre, die gleichzeitig eine der stärksten Interessentengruppen in der Erwachsenenbildung darstellt, ist im Internet verstärkt anzutreffen. Also warte nicht, sondern werde selbst aktiv! 🙂

Grund #2 pro Online-Marketing für Dozenten: Sei im Kontakt mit deiner Zielgruppe

Dabei gilt es nicht nur Besucher auf deine Webseite zu locken, sondern diese mit kontinuierlich gutem Inhalt zu versorgen. Im besten Fall schaffst du es, dass sie sich für einen Newsletter von dir eintragen, wodurch du kontinuierlich in Kontakt mit ihnen bleiben kannst. Mehr über die Vorteile des E-Mail-Marketings erfährst du in diesem Artikel vom Sauerlandkurier.

Ich muss zugeben, diesen Rat noch stiefmütterlich zu behandeln – doch für meine To-do-Liste 2016 steht definitiv, mindestens einmal pro Woche einen Newsletter an meine Abonnenten zu versenden.

Grund #3 pro Online-Marketing für Dozenten: Nutze die Möglichkeiten des Internets

Apropos E-Mail-Marketing – das kannst du selbstverständlich auch nutzen, um auf deine Leistungen hinzuweisen – nicht nur lokal! Online-Kurse boomen in den letzten Monaten und so sprießen fast täglich neue Angebote aus dem Boden. Sei ein Teil davon und schaffe dir mit digitalen Produkten eine Basis für passives Einkommen und dadurch mehr Freiheit.

Grund #4 pro Online-Marketing für Dozenten: Vergrößere dein Netzwerk

Neben Kunden findest du im Netz auch tolle Kooperationspartner. Leider erlebe ich vor allem bei Existenzgründern bzw. frischen Selbstständigen eine gewisse Angst vor der Konkurrenz – die oft aber total unbegründet ist. Selbst wenn jemand ähnliche oder vielleicht sogar dasselbe Thema wie du bearbeitet, müsst ihr euch gar nicht in die Quere kommen.

Ich habe schon tolle neue Auftraggeber kennengelernt durch die Empfehlung von Kollegen und konnte dafür schon Aufträge weitergeben, wenn es nicht anders ging. Kurz:

Netzwerken ist ein Geben und Nehmen …

und wenn du gibst, erhätlst du es mit Sicherheit auch zurück. Liebesbrief

Grund #5 pro Online-Marketing für Dozenten: Werde zu deiner eigenen Marke – aber sei dabei authentisch

In meinem Artikel zur Blogparade von Simone Weißenbach „Entspannt selbstständig“ deutete ich bereits an, wie wichtig es ist zu einer Marke zu werden. Dabei ist es wichtig, dass du dir zunächst klar darüber wirst,

  • wer du bist,
  • wo du hinwillst,
  • wofür du stehst und
  • welches dein Alleinstellungsmerkmal ist.

Dieses sogenannte „USP“ ist vielleicht nicht so einfach zu finden, doch um dich von der Masse abzuheben, solltest du etwas Einzigartiges an dir finden und hervorheben. Das steht übrigens gar nicht im Widerspruch zum Netzwerken – im Gegenteil: Es können zwei Personen ein Thema bearbeiten und es doch völlig anders angehen.

Mein Fachgebiet ist beispielsweise der Bereich „Ausbildung der Ausbilder“ und „Aus- und Weiterbildungspädagogik“. Es gibt mehr als genug Dozenten, die in diesem Themenbecken fischen und dementsprechend könnte ich natürlich ständig denken, wie groß die Konkurrenz doch ist und wie aussichtslos das Ganze ist. Aber ich habe erkannt, dass man mir anmerkt, dass ich für dieses Thema brenne und großen Wert darauf lege, dass der Unterricht anschaulich und nachhaltig für die Teilnehmer ist – und deshalb werde ich gebucht.

Vielleicht hast du dich schon gefragt, wieso in meinem Banner „Coaching mit Herz“ steht – eben weil das mein Alleinstellungsmerkmal ist. Ich maße mir natürlich an zu behaupten, dass andere Dozenten nicht auch wert auf guten Unterricht legen – es ist aber eben mein Anspruch an mich, ihn besonders gut zu machen. Zum einen, um einen sehr guten Lernerfolg zu erzielen, zum anderen aber auch, um meinen Teilnehmern die Zeit mit dem Lernstoff so angenehm wie möglich zu machen. Dafür war es aber nötig zu lernen, dass ich im Unterricht einfach ich selbst bzw. authentisch sein muss, um mit meinen Gedanken beim Thema und meinen Teilnehmern zu sein.


Nun meine heutige Frage an dich: Aus welchem Grund hast du eine Homepage? 🙂

Fußnoten

  1. Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/153257/umfrage/haushalte-mit-internetzugang-in-deutschland-seit-2002/

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