Guten Morgen (oder wann immer du diesen Blogpost liest 😉 ) Das Jahr 2015 ist seit einigen Stunden vorbei und damit ist gerade ein guter Augenblick um einen Blick zurück zu wagen – auf ein aufregendes und turbulentes Jahr 2015.

Wo verdammt ist der Kompass für mein Leben?

Wieso mein Jahresrückblick 2015 nicht direkt mit der Arbeit als Dozentin anfängt? Dafür benötigt es einen kleinen Blick in das davorliegende Jahr! 😀

Im September 2014 hatte ich beschlossen, eine Pause als Dozentin zu machen. Ich hatte mich im Frühjahr für die falschen Kunden bzw. Projekte entschieden und mir dort im wahrsten Sinne des Wortes die ersten grauen Haare bescheren lassen – sowohl wegen der unzuverlässigen Zahlungsmoral als auch den Teilnehmern der Kurse selbst. Das alles fühlte sich einfach nur noch lästig und falsch an.

Parallel dazu begann ich mehr als Redakteurin zu arbeiten und nahm einen Auftrag als Assistentin in meiner Redaktion an, was sich auch in 2015 fortsetzte. So startete ich mit einem neuen Job und vielen spannenden Aufgaben in das neue Jahr. Damit hatte ich mich allerdings auch verzettelt, denn auch dieses Jobgebilde passte irgendwie nicht zu mir. Ich schaffte es einfach nicht mein Leben als Frau und Mutter, freie Texterin, Assistentin, Bürokauffrau in meinem Mini-Job und meine eigenen Projekte unter einen Hut zu bekommen.

Irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich mich wirklich fragte, was mit mir los sei. Ich arbeite viel und gerne – seit nun mehr 11 Jahren, aber DEN richtigen Weg fand ich einfach nicht. Ich fühlte mich als völlige Versagerin und begann langsam wieder in mein selbst geschaufeltes Loch zu rutschen. Natürlich war das auch keine Option, aber jeder, der schon einmal an diesem Wegpunkt stand weiß, dass all das gute Wissen und die Tipps, die man sonst anderen gibt, in diesem Moment egal sind. Ich brauchte dringend etwas Abstand zu allem, doch meine finanzielle Freiheit war zu dem Zeitpunkt nicht so groß, dass ich einfach mal einen Sabbatmonat machen konnte, um wieder runterzukommen und Klarheit zu finden.

So langsam kam ich auf Kurs

Trotzdem endete der Auftrag als Assistentin im April und ich begann mehr zu texten und einige Dozentenjobs zu übernehmen – gerade so, dass es zum überleben reichte und ich ansonsten genug Zeit hatte, erstmal meine Wunden zu lecken und vor allem: zu schlafen. Die letzten Monate und Jahre, in denen die Waagschale mit der Arbeit weit unten hing, forderten ihren Tribut.

In der Zeit ließ ich alte Kontakte wieder aufleben und merkte, dass es mir Freude machte, den Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch die Freude an der Arbeit und das positive Feedback als Dozentin bestärkten mich darin, in dem Bereich weiterzuarbeiten – aber mit Regeln:

  • die Themen selbst müssen mir liegen und Freude bereiten. Ja … ich will Spaß bei der Arbeit. 😉
  • die Teilnehmer müssen freiwillig dort sein. In den Jahren vor 2015 hatte ich viel in Seminaren gearbeitet, in denen die Menschen nur saßen, weil ihr Arbeitgeber oder das Arbeitsamt sie gezwungen hatten. Kein schönes Gefühl für die Teilnehmer und mich erst recht nicht.
  • ich schiebe keine Doppelschichten mehr – sprich tagsüber 8 Stunden und abends noch zusätzlich in der Abendschule unterrichten. Da ich meine Arbeit als Redakteurin und Bürokauffrau keinesfalls aufgeben wollte, war es anders einfach nicht zu vereinbaren. Abgesehen davon sind bis zu 14 Stunden Unterricht wirklich sehr anstrengend, wenn man sich wirklich reinkniet.
  • die Kunden müssen zahlen.

Also nahm ich eine Selektion der Auftraggeber vor, bei denen ich den Regeln o. a. entweder treu bleiben konnte oder ich wusste, dass die Bedingungen akzeptabel waren, meldete mich zurück als verfügbar und ließ den Dingen ihren Lauf.

Optimierung, Optimierung, Optimierung

Schon im Juni musste ich aufpassen, dass ich meinen Terminkalender nicht überstrapaziere. Dadurch bemerkte ich, dass nicht nur das „was“ und „mit wem“ wichtig waren, sondern auch das „wie“. Durch mein Burn-out vor einigen Jahren muss ich ohnehin schon ständig an mir arbeiten und aufpassen, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten, doch mein damaliger Stand reichte einfach noch nicht ganz, um meiner Aufgabenliste gerecht zu werden:

  • Frau und Mutter
  • Redakteurin
  • Dozentin
  • ab Juli als Coach
  • Bürokauffrau
  • eigene Web-Projekte
  • Master-Studium
  • und ab Oktober die Unterstützung meines Mannes bei der Gründung als privater Arbeitsvermittler.

Daher beschäftigte ich mich noch intensiver mit dem Thema Zeitmanagement und fand mit der Pomodoro-Technik einen tollen Weg, um zum einen meinen Fokus auf eine Aufgabe zu verbessern, aber auch regelmäßig Pausen zu machen. Ich begann mein Arbeitsleben minutiös zu dokumentieren, um zum einen meine Erfolge besser zu sehen, aber auch Schwachstellen auszumerzen und bemerkte schnell, dass es Aufgaben gibt, die man einfach lassen sollte oder es sich zum Ziel setzen sollte, diese in den nächsten Monaten abzugeben.

Ab September 2015 kam ich dann in einen Flow, der sich gut anfühlte und ich ging langsam von der Bremse. Je mehr ich das alles zuließ, desto besser lief es und abschließend kann ich sagen, dass ich auf ein turbulentes, anstrengendes, manchmal frustrierendes aber insgesamt erfolgreiches Jahr 2015 zurückblicken kann.

Meine beruflichen Highlights

  • Die tollen Menschen, die ich bei all meinen Jobs kennenlernen durfte und die mich allesamt – egal ob als Auftraggeber, Teilnehmer oder Kooperationspartner ein Stück (in meiner Arbeit an mir selbst) weiterbrachten.
  • Das positive Feedback der Teilnehmer, die scheinbar wirklich gerne in meinen Seminaren saßen und mich als Mensch und als Dozentin wirklich geschätzt haben.
  • Spannende neue Projekte und Aufträge als Dozentin und Coach, wie die Arbeit mit einer 8. und 9. Klasse. Aber auch in der Erwachsenenbildung decke ich derzeit nur Themen ab, für die ich brenne und ich so zu einem gewissen Grad sichergehen kann, dass meine Freude auf die Teilnehmer überspringt und der Unterricht dementsprechend nicht zäh, wie Kaugummi wird.
  • Interessante Themen als Redakteurin, bei denen das Schreiben wirklich Spaß macht. Darüber hinaus hab ich mein Schreibtempo (inhaltlich, nicht mit der Tastatur) gesteigert und hoffe noch versierter dabei zu werden.
  • Das Glück, mich nicht bewerben zu müssen, sondern das man mich anfragt. Das mag etwas seltsam klingen, aber ich hasse Kaltakquise *grusel*. Umso schöner ist es, dass sich alles dank des guten alten „Vitamin B“ gefunden hat, ohne dass ich Klinkenputzen musste.

Meine Ziele für 2016

Tja und nun die große Frage: Wie soll es in diesem Jahr weitergehen? Diese Frage stellt derzeit auch Helmut Achatz von Vor(un)ruhestand.de nach, der zu einer Blogparade aufgerufen hat, bei der es um die Ziele und Wünsche in 2016 geht.

Im Großen und Ganzen hoffe ich wie 2015 – nur weniger holprig und noch erfolgreicher. *lach* Im Detail heißt das: Ich werde (hoffentlich) …

  • mein persönliches und berufliches Profil weiter ausarbeiten und so meine Interessen und Geld noch effektiver verknüpfen,
  • meine Arbeitsweise dementsprechend kontinuierlich anpassen,
  • mein erstes Fachbuch fertigstellen,
  • meine Web-Projekte weiter ausbauen, um mehr passives Einkommen zu generieren,
  • endlich einen Newsletter an meine Abonnenten senden und
  • mich doch mal an einen eigenen Youtube-Kabel bzw. Videos wagen (der Gedanke an diese beiden Punkte weckt ähnliche Gefühle wie Kaltakquise *lach*).

Und noch etwas Privates: Ich hoffe, dass wir dieses Jahr unseren ersten richtigen Urlaub als Familie genießen können.

Nach diesem langen Monolog würde mich interessieren,

  • wie war dein Jahr 2015?
  • was waren deine Highlights?
  • wie sehen deine Ziele für 2016 aus?

Ich freue mich auf deine Nachricht!

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