Als ich meinen Beitrag zur Pomodoro-Technik in Sozialen Netzwerken wie Facebook teilte, kam die Frage auf, wie man denn den inneren Schweinehund überwinden könnte, um selbst unliebsame Aufgaben zu bewältigen. Genau dieser Frage möchte ich in meinem heutigen Blogbeitrag nachgehen – und habe dafür selbst meinen eigenen Schweinehund zum Schweigen gebracht, der mir leise zuflüsterte, dass es jetzt doch viel schöner wäre auszuschlafen. 😉

Der Versuch einer Schweinehund Definition

5 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwindenDarf ich vorstellen? Der grüne Geselle rechts dieser Zeilen ist Detlef – Mein Schweinehund. 😉 Ziemlich wahrscheinlich hast du auch so einen ständigen Begleiter, der es gerade zu liebt, dich dabei zu unterstützen,

  • deine Zeit zu vertrödeln,
  • Aufgaben ständig zu verschieben oder
  • mit dem geringsten Aufwand zu erledigen und
  • Veränderungen zu hassen,

denn das faule Leben ist doch viel schöner! Daher findest du dich ziemlich schnell im Internet surfend wieder, statt einen Auftrag zu erledigen oder bleibst lieber auf der Couch liegen und gehst nicht wie geplant zum Sport.

Kurz: Der innere Schweinehund ist ein Sinnbild deiner Willenskraft, der einen Pfeiler deiner Selbstdisziplin so richtig zum Einstürzen bringen kann, wenn er möchte. Er wird umso lauter, je schwieriger die Aufgabe erscheint und verhindert so im schlimmsten Fall, dass du großartige Chancen wahrnimmst.

Aber das muss nicht sein – denn mit etwas Geschick überzeugst du deinen inneren Schweinehund von deinen Vorhaben. Doch genug der langen Reden, los geht’s!

Tipp #1: Gib deinem Schweinehund einen Namen

Wieso? Ganz einfach: Bislang ist dein Schweinehund etwas, das in den Tiefen deiner Seele lauert und sich immer dann meldet, wenn es gerade schwierig oder wichtig wird. Indem du ihm einen Namen gibst, wird er zu einer Art Person, von der du dich innerlich differenzieren kannst. Geh daher in dich und gib ihm einen Namen. Sobald du dann wieder merkst, dass du

  • träge,
  • teilnahmslos,
  • lustlos,
  • faul,
  • bequem oder
  • rastlos bist und nichts mit deiner Zeit anzufangen weißt,

statt zu arbeiten, etwas im Haushalt zu erledigen oder Sport zu treiben – sag ihm (auch ruhig laut), dass er aus dem Weg gehen soll, weil du jetzt beginnst, etwas Sinnvolles zu erledigen.

Dadurch, dass du dein Vorhaben laut formulierst, wird dein Unterbewusstsein quasi umprogrammiert und es wird dir leichter fallen anzufangen.

Tipp #2: Erstelle kleine Zwischenziele

Nun gilt es am Ball zu bleiben. Vor allem bei Mammutaufgaben wird ein Schweinehund ganz schnell sehr laut, da deine innere Angst, diesen großen Aufgabenberg nicht bewältigen zu können, ihn nährt. Daher frage dich: „Was möchtest du erreichen/ umsetzen/ erledigen?“

Anschließend greife am besten zu Papier und Stift oder deiner Online-To-do-Liste und zerlege dein Ziel in kleine Unterziele – mit Termin. Dabei hilft die Frage „Was werde ich bis wann tun, um das Ziel zu erreichen?

Je kleiner die Zwischenziele sind, umso motivierter wirst du sein, sie zu erreichen. Belohne dich dafür, in dem du deine Fortschritte großzügig durchstreichst, abhakst oder was auch immer – denn so zeigst du deinem Schweinehund, wie erfolgreich du schon an der Aufgabe arbeitest und das er getrost weiter leise sein kann.

Vor allem bei beruflichen Angelegenheiten kann es sinnvoll sein, Teilaufgaben auszulagern (Stichwort Outsourcing) oder Kooperationen einzugehen. Frage dich daher bei jedem Teilziel, „Kann mir jemand oder etwas bei der Umsetzung helfen?“ Solltest du beispielsweise Unklarheiten mit einem Anruf klären können oder dir jemand mit seinem Know-how zur Seite stehen können, nimm es ruhig an.

Tipp #3: Fang an!

5 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwindenNach dieser Feingliederung fehlt allerdings der entscheidende Schritt: Fang an. Ja ich weiß, diese bösen zwei Worte. Doch um dir den Start zu erleichtern, hilft dir vielleicht folgende Vorstellung, die mir auch geholfen hat: Nach Steve Pavlina ist die notwendige Selbstdisziplin, um deinen Schweinehund zum Schweigen zu bringen, wie ein Muskel, den du trainieren kannst.

Je mehr Zwischenziele du also erfolgreich meisterst, umso stärker wird dieser Muskel und umso seltener wird sich dein Detlef melden und versuchen, dich davon abzuhalten. Kannst du dir vorstellen, wie dein Schweinehund dann staunt? 😉

Im Alltag ist dabei für Viele das Problem, dass sie sich schlichtweg überfordern. Egal ob Selbstständigkeit, Ernährungsumstellung, Sport oder eine bessere Beziehung: Alles soll am besten sofort klappen und am nächsten Tag schon funktionieren. Doch stell dir bei solchen Vorhaben immer vor, dass du sinnbildlich jetzt sofort an einem Triathlon teilnehmen wolltest. Ich weiß nicht, wie deine Kondition ist, aber ich würde schon nach wenigen Metern hecheln und um Erlösung betteln. 🙂 Stattdessen würdest wohl auch du erstmal trainieren und dich dieser Herausforderung schrittweise nähern, oder?

Während du die Teilziele angehst, kannst du es dir ruhig gemütlich machen. Leise Musik, Kerzen oder ein leckerer Tee/ Kaffee können schon während der Arbeit eine kleine Belohnung sein. Sofern möglich, kannst du dich auch für Motivationsmusik entscheiden, sofern das deine Konzentration nicht beeinflusst. An sehr müden Tagen höre ich beispielsweise vor Arbeitsbeginn noch 1-2 rockige Lieder und starte dann fit und wach in meine Pomodoro. 🙂

Tipp #4: Erinnere dich regelmäßig an deine Ziele

Um dich immer mal wieder daran zu erinnern, wo die Reise hingehen soll oder dich dafür zu motivieren, wie viel du schon geschafft hast, empfehle ich dir die Zwischenziele für große Projekte oder Ziele irgendwo sichtbar aufzuhängen oder im Computer zu visualisieren. So kannst du dich bei Durchhängern jederzeit motivieren und daran erinnern, was du tun wolltest.

Dabei kannst du dich auch ruhig selbst loben, denn Anerkennung ist ein schöner Antreiber und die beste Motivation.

5 Tipps, um den inneren Schweinehund zu überwinden

Tipp #5: Geh den Weg nicht allein

Mir ist klar, dass nicht jede Geschäftsidee oder jedes Vorhaben dazu geeignet ist, es mit jemandem gemeinsam anzugehen. Doch nur wenig ist so motivierend wie ein Partner, der dich unterstützt, aber auch antreibt und motiviert, wenn es mal hängt.

Alternativ gibt es inzwischen auch Persönlichkeitscoaches, die dir bei Bedarf zur Seite stehen – aber ich persönlich würde dir zunächst dazu raten, dass du dir jemanden suchst, der deine Träume und Leidenschaften teilt, um die Ziele gemeinsam zu erreichen.

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Du möchtest ein Business aufbauen, aber irgendwelche Stolpersteine halten dich davon ab? Ein Partner, der dich gut ergänzt und vielleicht dafür Dinge nicht kann, die du beherrschst, ist ein Glücksgriff. Alternativ kannst du technische Sachen, Texte etc. natürlich auch outsourcen und an andere Freelancer abgeben. Doch grad am Anfang einer Geschäftsidee ohne Startkapital könnte das schwierig werden.
  • Du willst abnehmen, aber alleine ist Sport doof? Tritt einer Sportgruppe bei oder suche dir jemanden, der einfach mit dir Jogge oder Schwimmen geht. Die Hemmung deinem Sportpartner abzusagen wird größer sein, als die Lust auf der Couch zu bleiben.
  • Du würdest dich gerne weiterbilden, aber dein Schweinehund ist zu groß für eine Fernakademie? Suche dir einen Bildungsträger in der Nähe, bei dem du im Klassenverband lernst und gemeinsam zur Prüfung antrittst. So könnt ihr euch gemeinsam freuen – und manchmal auch zusammen leiden. 😉

So, nun bist du wieder dran: Welche Tipps nutzt du, um deinen Schweinehund auf Vordermann zu bringen oder hast du damit gar kein Problem?

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