Tipps & Tricks für die effektive OnPage-und OffPage-Optimierung deiner Webseite als Dozent

In meinem Artikel zu Online-Marketing-Tipps erwähnte ich bereits, wie wichtig deine eigene Webseite bzw. dein Blog ist. Doch um aus der Masse von Milliarden Websites herauszustechen, benötigt es etwas mehr als einfach nur irgendeine Webseite, denn diese muss zudem auch noch Onpage- und OffPage-optimiert sein. Zunächst eine kleine Begriffsdefinition bzw. Unterscheidung:

OnPage-Optimierung OffPage-Optimierung
Anpassungen an deiner Webseite, die du direkt beeinflussen kannst – z. B.

  • Architektur deiner Seiten
  • Keyword-optimierte Inhalte
  • Originalität deiner Texte
  • Überschriften
  • Formatierungen
  • Interne Verlinkung
  • Benennungen und Alt-Texte von Bildern
  • Ladezeit
  • Quellcode (z. B. Header, Tags)
  • Crawling- und Indexierungsmanagement
  • Aktualität
Marketing abseits deiner Seite, di du oftmals nicht selbst beeinflussen kannst – z. B.

  • Backlinks
  • Social Signals (z. B. Likes, Shares, Kommentare, Tweets und Retweets)
  • Nutzersignale (z. B. Klickrate, Absprungrate)

Diese Faktoren sind im Endeffekt aber nicht klar voneinander trennbar, sondern bedingen einander. Deine Inhalte sowie deren Struktur (OnPage) sorgen beispielsweise entweder für eine geringe oder hohe Absprungrate (OffPage). Eine kleine Einführung in das Thema Suchmaschinenmarketing findest du übrigens auf Sem-Deutschland.de.

Der Fairness halber möchte ich vorab noch betonen, dass ich kein SEO-Profi bin. In diesem Artikel gebe ich lediglich meine persönlichen Erfahrungen wieder und gebe dir Tipps, worauf ich bei der OnPage-und OffPage-Optimierung meiner Webseite als Dozent achte.

Wer bist du und für was stehst du? Bevor ich nun tiefer in das Thema OnPage-und OffPage-Optimierung eintauche, möchte ich einen Schritt betonen, der oft viel zu kurz kommt bei der Webseiten-Optimierung: Die Frage vorab, wofür du eigentlich stehst.

  • Wie genau ist deine Positionierung?
  • Was sollen deine Leser bei dir finden?
  • Was interessiert deine Zielgruppe?
  • Wo findest du Kontakt zu deinen Lesern?
  • Was ist den Alleinstellungsmerkmal (USP?)

Daran orientiert sich im Folgenden dann entsprechend auch deine Optimierung.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #1: Optimiere nicht wild drauf los, sondern stelle fest, wie der Ist-Zustand ist

Falls deine Webseite bereits existiert, solltest du zunächst analysieren, wie deine derzeitigen Rankings (= Suchmaschinenplatzierung für bestimmte Worte/ Phrasen) aussehen. Dazu kannst du entweder per Hand mühsam deine Keywords eingeben und schauen, auf welchem Platz du dich befindest oder kostenlose Ranking-Check-Tools nutzen.

Meine Favoriten hierfür sind Whatsmyserp.com am PC und die App „SEO SERP mojo – Rank Tracker“ für mein Smartphone – leider ist die App nur für Android erhältlich.

Falls du deine Rankings per Hand checken möchtest, solltest du unbedingt den privaten Modus/ Inkognitomodus deines Browsers nutzen. Viele Suchmaschinen wie Google tracken kontinuierlich womit du dich beschäftigst und passen deine Suchergebnisse an, damit du schneller fündig wirst. Dies wirkt sich natürlich auch auf deine festgestellten Rankings aus, in dem deine Webseite anderen Ergebnissen vorgezogen wird, obwohl das bei anderen Nutzern nicht so ist.

Um den Verlauf deiner Rankings zu sehen empfehle ich dir Wert darauf zu legen, dass das Tool deiner Wahl eine grafische Auswertung bietet. So hast nicht nur deine positive Entwicklung auf einen Blick, sondern kannst auch auswerten, zu welchen Zeiten es starke Ausschläge nach unten gab.

Helmut von Seo-verbessern.de hat übrigens eine dafür ganz hilfreiche Liste von 102 praktischen Keyword-Tools zusammengestellt.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #2: Analysiere, welche Suchbegriffe für dich relevant sind

Wie du vielleicht schon gemerkt hast, dreht sich alles indirekt wieder bei um das Thema Positionierung, denn auch bei der Keyword-Recherche brauchst du zunächst einen Ansatzpunkt. Liegt dein Schwerpunkt beispielsweise im EDV-Bereich, weil du Kurse für Microsoft Office-Programme anbietest? Dann lauten einige deiner Keywords mit Sicherheit „Office Dozent“, „Excel Dozent“, „Word Dozent“ usw.

Um herauszufinden, wie beliebt diese Suchphrasen sind und ob sich eine Optimierung darauf lohnt, kannst du die Phrasen wieder per Hand in eine Suchmaschine kopieren oder geeignete Tools nutzen. Besonders beliebt ist der Google Keyword Planner, der kostenlos zur Verfügung steht, wenn du dir ein entsprechendes Konto anlegst. Nicht wundern: Während der Anmeldung möchte Google, dass du eine Kampagne startest. Diese kannst du sofort wieder beenden, sodass keine weiteren Kosten entstehen.

Nun musst du lediglich unter dem Punkt „Neue Keywords finden und Daten zum Suchvolumen abrufen“ ein Keyword eingeben (bei meinem Beispiel Dozent) und schon kannst du Keyword Ideen abrufen.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #2: Analysiere, welche Suchbegriffe für dich relevant sind

Google Keyword Planner mit einer Analyse des Keywords „Dozent“.

Diese teilen sich in Anzeigengruppen und Keyword-Ideen. Kürzlich wurde leider die Anzeige des Google Keyword Planner geändert. Früher konnte man sich noch ansehen, wie der Verlauf der durchschnittlichen Suchanfragen in den letzten Monaten aussah und man erhielt eine genaue Angabe über die durchschnittlichen Suchanfragen – doch ich finde das gibt immerhin ein erstes Indiz auf die Relevanz des Themas.

Aber Achtung: Lass dich von geringen Werten nicht blenden. Ein Ergebnis von 10 bis 100 durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat sollte vielleicht nicht unbedingt dein Hauptkeyword sein – doch es lohnt sich definitiv, das Keyword mal mit im Text einfließen zu lassen oder dazu einen Artikel zu verfassen.

Setze bei der Suche nicht nur auf Ein- oder Zwei-Wort Kombinationen. Du solltest auch kleine Wortgruppen in Betracht ziehen, sogenannte Long-Tail-Keywords. Deren Suchvolumen ist zwar noch kleiner, doch immerhin werden sie gesucht – und führt deine Zielgruppe direkt zu dir.

Ebenso praktisch ist das Tool Hypersuggest.com, das dir dank der speziellen Keyword-Recherche Artikel-Ideen bieten kann. Bevor ich einen Artikel schreibe, lasse ich mich gerne von diesen kleinen Helferlein inspirieren – denn meine Inhalte können noch so gut sein … wenn sie nicht gefunden werden, bringt das auch nichts.

Um deine Mitbewerber im Blick zu behalten, lege ich dir Browsererweiterungen wie Mozbar, SEO Quake oder SEO Site Tools ans Herz, mit denen du die Optimierung deiner Konkurrenz im Blick hast. So erhältst du zusätzliche Informationen, mit denen du deine eigene Webseite verbessern kannst.

Mehr darüber erfährst du in diesem umfangreichen Ratgeber zum Thema Chrome Erweiterungen.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #3: Optimiere deine Inhalte

Nun gilt es diese Erkenntnisse auch in deine Webseite einfließen zu lassen. Viele SEO-Experten empfehlen, ein Hauptkeyword pro Artikel zu nutzen. Das bedeutet aber nicht, dass der jeweilige Artikel nur für dieses eine Keyword rankt. Im Gegenteil: Je besser die Inhalte sind, umso öfter wird deine Seite von Suchmaschinen angezeigt, selbst wenn du auf manche Keywords gar nicht optimiert hast.

Das Hauptkeyword deines Artikels sollte sich übrigens mindestens in folgenden Inhalten wiederfinden:

  • In der URL deiner Seite (z. B. www.deine-webseite.de/hauptkeyword/)
  • In der Artikel-Überschrift
  • In weiteren Überschriften (H2 bis h6-formatiert)
  • In den Title- und Alt-Attributen deiner Bilder
  • In der Bildbezeichnung
  • In gefetteten Textteilen
  • Im Meta-Title des Artikels
  • In der Meta-Description
  • Und natürlich im Seitentext. 🙂

Falls du mit WordPress arbeitest, gibt es eine Menge Tools, die dich bei dieser Anpassung deiner Inhalte unterstützen und dir Empfehlungen geben. Ich nutze beispielsweise seit Jahren das Yoast SEO for WordPress plugin – es gibt aber auch Alternativen, die meistens jedoch kostenpflichtig sind.

3.1 Sei kreativ bei den Inhalten – trotz SEO-Vorgaben!

Hast du bei denen Artikeln und Seiten bislang vorrangig an berufliche Themen gedacht? Doch was viele deiner Leser mindestens genauso spannend finden wie fachliche Tipps, sind nähere Informationen zu dir.

  • Wer bist du?
  • Was hast du schon erlebt?
  • Was beschäftigt dich?
  • Gibt es Zeitungsausschnitte, Links zu Gastbeiträgen, alte Fotos oder Tonaufnahmen von dir?

Zu den beliebtesten Seiten gehört die Über mich-Seite, auf der deine Leser diese Informationen oder zumindest Links dazu finden könnten. Recherchiere daher auch regelmäßig nach deinem Namen – wer weiß, wer über dich schon alles geschrieben hat und du weißt es noch gar nicht. 😉

3.2 Bring deine Message klar rüber!

Wie eingangs schon erwähnt, bedingen OnPage- und OffPage-Optimierung einander. Wenn du beispielsweise feststellst, dass einzelne Seiten oder Artikel eine hohe Absprungrate haben oder nur selten verlinkt werden, schau dir die Inhalte genauer an und schau, ob du sie verbessern kannst.

Ein Killer sind beispielsweise überladene Startseiten. Wenn für deinen Webseitenbesucher nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, worum es auf deiner Seite geht, wird er eventuell wieder gehen – obwohl deine Informationen sicher klasse sind … nur für ihn einfach nicht offensichtlich genug.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #4: Strukturiere deine Daten

So wie du deine Texte strukturieren solltest, ist es auch für deine Webseite wichtig, dass Ordnung herrscht. Plane im Vorfeld mithilfe der Silo-Theorie deine Inhalte, in dem du dir zu deiner Hauptseite Unterseiten bzw. Unterthemen überlegst. Ein Beispiel:

Tipps & Tricks für die effektive OnPage-und OffPage-Optimierung deiner Webseite als Dozent

Die Unterseiten lassen sich natürlich beliebig fortsetzen. Dank dieser Ordnung bietest du nicht nur deinen Nutzern eine bessere Navigation durch deine Inhalte, sondern erleichterst auch den Suchmaschinen das Finden deiner Inhalte.

Unterstütze das Durchsuchen deines Contents zusätzlich mithilfe einer durchdachten internen Verlinkung.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #5: Nutze die Power von Social-Media-Kanälen

Zugegeben, ich tue mich beim Pflegen meiner Social-Media-Accounts auch manchmal schwer, aber sie sind einfach meistens ein Teil einer effektiven Marketing-Strategie, denn wo findest du deine Zielgruppe so leicht, wie auf Facebook, Twitter und Co.? Diese Plattformen bieten zudem die Möglichkeit, sogenannte Social-Signals zu sammeln – sprich Likes, Shares, Kommentare, Tweets und Retweets.

Trotzdem solltest du nicht auf Plattformen wie Instagram verzichten, bei denen es nicht vorrangig darum geht, Nutzer auf deine Webseite zu lotsen, sondern sie auf der Plattform selbst auf dich aufmerksam zu machen. Wie Björn Wenzel von Digitalwiki.de verrät, ist Instagram ideal, um visuelles Branding und Story Telling zu betreiben. Je nach Thema mag es vielleicht schwer sein passende Bilder zu finden – daher stelle dich als Person anstelle deiner Webseite lieber in den Vordergrund.

Tipps zur OnPage-und OffPage-Optimierung #6: Sorge für Backlinks

Um die Eroberung des Internets voran zu treiben, sind Backlinks unerlässlich. Verlinkungen von externen Quellen erhältst du plakativ gesagt auf zwei Wegen:

  • Unbewusst und zufällig: weil der Autor auf der verlinkenden Seite deine Inhalte gut findet
  • Bewusst und geplant: du sorgst mit folgenden Ideen/ Maßnahmen dafür, dass ein Link auf deine Webseite gesetzt wird.
    • Verzeichnisse
    • Blogsammlungen
    • Gastartikel
    • Blogparaden
    • Testimonials
    • Infografiken
    • Broken Links auf Seiten finden und diese um den eigenen Webseitenlink ergänzen lassen
    • Soziale Medien

Behalte auf jeden Fall im Blick, welche Seite auf dich verlinkt, da die Reputation des Linkgebers ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Weitere Faktoren bei der Bewertung des Links durch Suchmaschinen sind u. a. die Themenrelevanz, das Alter des Links, die Anzahl der ebenfalls ausgehenden Links sowie deren Position (beispielsweise im Fließtext oder einer sogenannten Blogroll bzw. einer Linksammlung).


Hast du noch weitere Ideen? Dann immer her damit. 🙂

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