Tipps für Ausbilder

Vorgestellt: piqd – das Beste aus zahlreichen Blogs und News-Seiten im Netz

Katja Schönefeld, Dozentin und Ausbilderin

Jul 1, 2017

Gehörst du auch zu den Menschen, die durch Informationen förmlich überschwemmt werden? Diese Informationsflut ging bei mir vor einigen Wochen so weit, dass ich

  • mir einen speziellen E-Mail-Account für Newsletter erstellte,
  • Twitter und Facebook fast gänzlich lebewohl sagte,
  • die Benachrichtungen der meisten Apps sowohl auf dem Mac als auf meinem Smartphone deaktiviert sind und
  • nur noch ausgewählten Quellen im Internet folgte.

Wieso ich mich für diese digitale Detox-Kur entschied? Problematisch war vor allem, dass ich mich regelmäßig ertappte, Zeitauf sozialen Medien und News-Seiten zu verschwenden. Nicht mal mit Katzenvideos oder seltsamen Bildern, denn da ich fast ausschließlich Selbstständige in meiner Kontaktliste habe, ist sowas eher selten. Mich nervte eher:

  1. Schlechte Inhalte: Es gibt immer mehr oder wenige reißende Teaser für Artikel, die zum Klicken verleiten. Leider findet sich hinter scheinbar spannenden Artikelüberschriften nicht immer ein genauso toller Artikel. Im Gegenteil. Obwohl ich Artikel im Netz selten vollständig lese, sondern nur überfliege, ist es doch eben Zeitverschwendung auf derartige Clickbait-Überschriften reinzufallen, um dann enttäuscht den Tab zu schließen. Leider wird der Trend von großartigen Überschriften und miesem Inhalt in einer Zeit, in der Bloggen/ Texten/ Schreiben angeblich DAS Ding für Unternehmer (und alle die es werden möchten) ist, nicht abreißen. Im Gegenteil. Die Devise „Content is King“ wird eher dazu verlocken, noch mehr Inhalte ins Netz zustellen. Versteh mich nicht falsch – ich liebe lesen und gute Artikel. Aber seine Seele für eine reißende Überschrift und ein paar Klicks zu verkaufen, nur um enttäuschte Leser zu hinterlassen ist … nicht gut.
  2. Fake News: Als Autorin, Ausbilderin und Dozentin muss ich gefühlt 100 Mal gegenprüfen, ob das, was ich schreibe/ erzähle auch wirklich stimmt. Bei täglich etwa 200 Lesern auf dem Blog (worüber ich mich wirklich sehr sehr freue) und jährlich noch viel mehr Teilnehmern muss ich sicher gehen können, dass das was ich weitergebe auch wirklich stimmt. Leider sind die Inhalte – auch auf bekannten, großen News-Seiten – nicht immer wahr. Sei es, das Texter von Satire-Seiten abschreiben, ohne den Inhalt zu hinterfragen oder Halbwahrheiten aus Urteilen und Gesetzen dargestellt werden. Das ist in meinen Augen wirklich ein Problem, denn falsche Informationen und lückenhaftes Wissen sind ein absolutes No-Go für mich.

Durch eine Kampagne wurde ich nun auf piqd aufmerksam und durfte die Plattform im Rahmen einer Kooperation in den letzten beiden Wochen ausgiebig testen.

Was ist mit der selbsternannten Programmzeitung für guten Journalismus auf sich hat, möchte ich dir in diesem Artikel vorstellen. Darüber hinaus erfährst du, ob sich das Anmelden auch für Ausbilder und Dozenten lohnt.

Was ist piqd?

Bei piqd handelt es sich um eine Redaktion aus Fachjournalisten, Wissenschaftlern und anderen Experten, die Artikel zu den verschiedensten Lebensbereichen sammeln. Ziel der Kuratoren ist dabei nicht nur einfach den Link zu posten, sondern auch zu begründen, warum der jeweilige Artikel oder das Video sehenswert ist.

Der Name “piqd” bedeutet übrigens “Rosinen picken” bzw ist angelehnt an das englische “hand-picked”, sprich “handverlesen”.

Dadurch möchte sich das Portal von den Feeds klassischer News-Seiten und Social Media Kanäle abheben – denn dort bestimmt in den meisten Fällen ein Algorithmus auf Grundlage deiner Interessen und anderer gesammelter Informationen, was relevant für dich ist. Auf piqd versucht dagegen ein Team aus mehr als 120 Redakteuren diese Aufgabe auf ihre Art und Weise anzugehen.

Vorgestellt: piqd - das Beste aus zahlreichen Blogs und News-Seiten im Netz

Wer steckt hinter piqd?

Es handelt sich um ein Projekt von

  • Konrad Schwingenstein und Marcus von Jordan – die neben Hans-Peter Hösl auch zur August Schwingenstein Stiftung gehören, sich für modernen und hochwertigen Journalismus einsetzen und die finanziellen Träger von piqd sind,
  • Frederik Fischer – der Chefredakteur ist und dessen Herz für die Frage schlägt, wie sich die Öffentlichkeit durch das Netz verändert sowie
  • Marion Bruchhäuser – Projektmanagerin mit dem Blick für das große Ganze.

Das Team von Kuratoren selbst setzt sich aus über 120 Fachjournalisten, Wissenschaftlern und Experten zusammen.

Die Themen auf piqd

Diese suchen täglich nach Artikeln für die Kanäle

  • Europa
  • Feminismen
  • Flucht und Vertreibung
  • Fundstücke
  • Klima und Wandel
  • Kopf und Körper
  • Liebe, Sex und Wir
  • Literatenfunk
  • Medien und Gesellschaft
  • Musik und Subkultur
  • Osteuropa
  • piqd
  • Politik und Netz
  • Reportage und Interviews
  • Spiele und Kultur
  • Videos und Podcasts
  • Volk und Wirtschaft
  • Zeit und Geschichte
  • Zukunft und Arbeit
Der Fokus liegt hierbei nicht nur auf Mainstream-Themen, die einen auch auf den ersten Seiten großer Nachrichtenseiten über den Weg laufen. Wichtiger sind viel mehr die Perlen, die eben nicht so gehyped werden, aber für eine informierte Gesellschaft ebenso wichtig sind.

Was bringt dir piqd nun als Ausbilder oder Dozent?

Ein paar Beispiele aus dem Bereich Zukunft und Arbeit gefällig?

  • arbeitsrelevante psychische (Rand)probleme wie das Bore-out
  • ein kritischer Blick auf das (Fort-)Bildungssystem
  • Mitarbeiterzufriedenheit
  • die Zukunft der Arbeitswelt
  • Grundeinkommen und soziale Sicherheit

Natürlich würde man diesen Themen auch irgendwie selbst finden – aber ganz ehrlich. Googelst du regelmäßig nach derartigen Themen? Falls du gerade bejahend nickst – super! Falls nicht, geht es dir da ähnlich wie vielen Menschen: wenn man zufällig über derartige Themen stolpert ist man begeistert, was es nicht alles gibt. Aber von allein kommt man eher selten darauf, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Wie auch – man kennt die Begriffe nach denen man suchen müsste teilweise ja nicht mal. 🙂

Genau diese Lücke schließt piqd in meinen Augen und macht die Plattform so relevant. Die meisten piqs ermöglichen einen Blick über den Tellerrand.
Was ich persönlich auch sehr sinnvoll finde: Wenn mich etwas interessiert klicke ich den Link an, lande aber nicht direkt auf der News-Seite. Stattdessen erfahre ich zunächst, warum jemand genau diesen Artikel empfiehlt bzw. erhalte oftmals auch eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Dank diesem Vorfilter werde ich entweder neugieriger oder weiß, dass ich mir die Zeit für intensives Lesen sparen kann.

 

Vorgestellt: piqd - das Beste aus zahlreichen Blogs und News-Seiten im Netz

Der Communitybereich auf piqd

Neben den Expertenkanälen gibt es in jedem Bereich auch einen Community-Kanal. Dort können Mitglieder (also auch du) spannende Artikel teilen. Darüber hinaus besteht generell überall die Möglichkeit in den Kommentaren über Artikel und deren Inhalte zu diskutieren. So werden die News nicht nur konsumiert, sondern es wird der gemeinsame Diskurs darüber gefördert.

Welche Quellen werden für piqd genutzt?

Generell gibt es (soweit ich das entdecken konnte) keine vorgegebene Liste von Seiten im Netz, aus der Artikel gewählt werden müssen. Viel mehr sind die Kuratoren frei in ihrer Auswahl. Wirft man allerdings einen Blick auf die wichtigsten Quellen für piqd, zeichnet sich ein gewisser Trend ab:

  • sueddeutsche.de
  • youtube.com
  • zeit.de
  • theguardian.com
  • nytimes.com
  • spiegel.de
  • faz.net
  • welt.de
  • medium.com
  • nzz.ch
  • theatlantic.com
  • newyorker.com
  • taz.de
  • washingtonpost.com
  • br.de
  • economist.com
  • wired.com

Doch unter den tausenden piqs finden sich auch Quellen wie Nischen-Blogs, Medien-Startups, und Forschungsinstituten. Kurzgefasst: ein bunter Nachrichtenstrauß.

Was kostet piqd?

Generell hast du die Wahl zwischen zwei verschiedenen Arten von Mitgliedschaften:

  • Kostenlos: Bei dieser Variante kannst du dir alle piqs ansehen, hast aber keine Möglichkeit die ein persönliches Magazin zusammenzustellen. Stattdessen kannst du dir aber einen Newsletter zusenden lassen, in dem dir Empfehlungen gemacht werden.
  • Kostenpflichtig: Wenn du großen Wert auf ein personalisiertes Magazin legst und auch die Informationen im Newsletter anpassen möchtest, ist die kostenpflichtige Variante mit derzeit 3 Euro/ Monat eine gute Alternative. Darüber hinaus kannst du so auch eigene Empfehlungen im Community-Kanal des jeweiligen Themenbereichs verfassen bzw. generell ein Teil der Community auf pidq werden. Ganz abgesehen von den Gegenwerten ist das Abo natürlich auch eine Finanzspritze für das Team. 🙂

Wie findest du die Idee hinter dem Projekt?

PS: Wenn du piqd schon getestet hast, freue ich mich ebenso über deine Meinung. 🙂

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